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Aktuelles Statement

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
liebe Mitglieder der DRK-Schwesternschaft.

Das Leben erteilt uns im Laufe der Jahre einige Lektionen. Nicht alle sind angenehm – manche aber geradezu lachhaft verlässlich: Bei der Lektüre des ExtraTips vom 22.05. ist mir diese Erfahrung in den Sinn gekommen: Je schriller die Töne, je schamloser und diffamierender die Anschuldigungen, je falscher die Behauptungen – desto mehr ist der Absender solcher Botschaften in die Enge getrieben. Sollten Sie das Anzeigenblatt bislang noch nicht gelesen haben: Bitte suchen Sie sich ein Exemplar und lesen Sie aufmerksam und genau.

besagter Artikel im ExtraTip (22.05.2021)

Im Anschluss dieser Lektüre – die im Übrigen ungewöhnlich ausführlich ist dafür, dass ich von der Redaktion nicht ein einziges Mal mit den Behauptungen konfrontiert wurde – stellen Sie mir jede Frage, die Ihnen in den Sinn kommt. Ich werde Ihnen jede Frage beantworten. Selbstverständlich kann ich nur die eine Frage nicht beantworten: Wer von dieser Art Anschuldigungen profitiert?

Derweil werde ich zweierlei machen: Eine Auflistung der Ereignisse und der Kommunikation zwischen den beiden Trägern, in meinem Bemühen, unsere Kliniken zukunftsfähig zu halten. Ich kann jede Handlung, jede Mail, jede Anfrage, jeden Schritt, den wir als Schwesternschaft unternommen haben, um unsere DRK-Kliniken zukunftsfähig zu halten, lückenlos belegen. Genau wie ich belegen kann, dass wir immer – ich betone IMMER – versucht haben, den Mitgesellschafter DSE mit einzubeziehen. Unnötig zu sagen, dass unsere Versuche von Konstruktion und Beteiligung erfolglos waren.

Ich stelle Ihnen diese Auflistung hier gerne zur Verfügung, aber nicht, um mich zu verteidigen oder um zu erwarten, dass der Vorstand des DSE noch in irgendeiner Weise konstruktiv mit uns arbeiten wollen würde. Oder es – so scheint es – je gewollt hätte. Ich möchte Ihnen aber die Möglichkeit geben, sich ein eigenes Urteil zu bilden:

  • Bereits am 14.04.2021 wurden beide Gesellschafter inklusive der übergeordneten DRK-Gliederungen über die Inhalte der Angebote informiert.
    An diesem Gespräch haben teilgenommen:
    • Frau Gabriele Müller-Stutzer (Präsidentin des Verbandes der Schwesternschaften vom DRK e.V.)
    • Herr Norbert Södler (Präsident des DRK-Landesverbandes Hessen e.V.)
    • Herr Dr. Christian Roth (ärztlicher Direktor der DRK-Kliniken Nordhessen)
    • Frau Weller (SDE-Vorstand)
    • Herr Schween (SDE-Vorstand)
    • Herr Jasper (Verwaltungsratsvorsitzender DRK-Kliniken)
    • Frau Nehrig (Oberin)

In diesem Gespräch hat sich der SDE-Vorstand gegen die Treuhand ausgesprochen. Die Begründung hierfür war, dass die Bedingungen der Gesellschafter nicht garantiert wurden.

  • Am 15.04.2021 hat Frau Weller die detaillierte Zusammenfassung der Angebote schriftlich erhalten, um sie mit dem SDE-Vorstand diskutieren zu können

  • Am 16.04.2021 hat der Vorstand sich gegen das strukturierte Verfahren zur Suche nach einem strategischen Partner entschieden und wollte jetzt das Kaufunger Krankenhausgrundstück zurückhaben, ein Interesse am Erhalt beider Krankenhausstandorte war nun plötzlich nicht mehr gegeben.

  • Am 29.04.2021 hat der SDE-Vorstand eine schriftliche Erklärung abgegeben, das strukturierte Verfahren zur Suche nach einem strategischen Partner konstruktiv zu begleiten, an den Verhandlungen mit den Bietern teilzunehmen und die Geschäftsführung anzuweisen, die notwendigen Unterlagen zur Verfügung zu stellen.

  • Am 30.04.2021 hat Herr Siebert als stellv. Vorsitzender die Bieternamen erhalten, mit ihm wurden Termine für die gemeinsamen Bietergespräche vereinbart, an denen auch der ärztliche Direktor teilnehmen sollte.

  • Am 05.05.2021 haben sich die Mitglieder des SDE für die Aufnahme eines strategischen Partners ausgesprochen und gegen das Treuhandmodell.

  • Am 18.05.2021 hat die Mitgliederversammlung einen Beschluss gefasst zur Aufnahme eines strategischen Partners.

  • Ebenfalls am 17.05.2021 hat Frau Nehrig im Beisein von Mitarbeitern des hessischen Sozialministeriums der neuen stellv. Vorsitzenden Frau Dr. Müller angeboten, noch am gleichen Tag gemeinsame Gespräche mit den Bietern zu führen. Frau Dr. Müller lehnte ab.

Auch zum gemeinsamen Pressegespräch mit Redakteuren der HNA habe ich dieses Angebot wiederholt. Dies wurde von Frau Dr. Müller abgelehnt.

Das zweite, was ich tun werde, ist, den von uns als Schwesternschaft eingeschlagenen Weg weiter zu gehen. Noch einmal betone ich: Ich möchte, dass wir weiterhin unsere Kliniken mitgestalten können. Ich möchte Standortsicherheitsgarantie und Arbeitsplatzsicherheit bzw. Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen. Ich möchte unabhängig sein von den Banken und in Kassel ein ernstzunehmender Gesundheitsversorger bleiben und kein minderwertiges Anhängsel von Kliniken, die schon bestehen. Denn wir haben eine eigene Identität, wir sind nicht irgendein Träger, wir haben nicht irgendeine Geschichte.

Alle Mitglieder – ALLE Mitglieder – beider Gesellschafter haben sich für den Weg der strategischen Partnerschaft ausgesprochen. Der Vorstand des SDE verfolgt aber scheinbar eigene Ziele. Warum?

In einem einzigen Punkt möchte ich zum Schluss noch inhaltlich auf die Berichterstattung von Herrn Hahne eingehen: »Schwester, bleib bei Deinen Leisten« titelt der Chefredakteur. Alle Achtung: Diese Überschrift stammt von einem Mann im 21. Jahrhundert. Und meint ...?

  • Frauen können nicht denken?
  • Frauen in Pflegeberufen sollen weiter Urinbeutel leeren statt Krankenhäuser zu betreiben?
  • Schwestern sind nicht in der Lage, Managementaufgaben zu übernehmen?
  • Unter Coronabedingungen schuften, das sollen wir Schwestern – aber mitgestalten, mitreden, eine Meinung vertreten, das nicht?

Sollte allerdings ich persönlich gemeint sein ..., dann hätte ein Gespräch mit mir sicherlich alle Vorwürfe und Behauptungen entkräftet. Selbstverständlich nicht das persönliche Urteil des Redakteurs, dem ich zwar noch nie begegnet bin, aber dass mir Herr Hahne als Mensch, als Managerin und als Pflegekraft unvoreingenommen, gar freundlich begegnen würde, kann ich wohl ausschließen. Hätte Herr Hahne aber das Gespräch gesucht mit mir, was jeder ernstzunehmende Journalist getan hätte, hätte ihm das womöglich die geplante Geschichte kaputt gemacht. Fakten stören schließlich, wenn manipuliert und diffamiert werden soll.

Ich wünsche ihm und allen Menschen, die ihn darin unterstützt haben, solche Anschuldigungen zu veröffentlichen, jedenfalls nicht, dass er demnächst auf die Hilfe von Schwestern angewiesen ist. Wenn doch, kann er sich sicher sein: Wir werden ihm helfen, wie wir jedem helfen. Wir werden uns einsetzen und kümmern, wir werden ihn pflegen ohne Ansehen der Person, der Auffassung, der Machtinteressen. Denn wir können unterscheiden, was Job und was persönliche Meinung ist, die am Krankenbett wie in seriöser Berichterstattung nichts zu suchen hat.

So lange ich Oberin und Geschäftsführerin der DRK-Kliniken Kassel bin, werde ich dafür arbeiten, dass wir unsere Kliniken erhalten. Gegen alle Widerstände. Warum auch immer es Widerstände gegen dieses Ziel gibt.

Ihre
Claudia Nehrig
Oberin und Geschäftsführerin

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